ZiF-Arbeitsgemeinschaft

Staudämme in der Globalisierung

Termin: 28. - 29. November 2022
Leitung: Vincent Lagendijk (Maastricht, NLD), Frederik Schulze (Bielefeld, GER)

Staudämme sind eine der zentralen Infrastrukturen der Globalisierung und des Anthropozäns: Sie werden weltweit gebaut, haben ein Geflecht von global agierenden Akteuren, Institutionen und Firmen sowie global zirkulierenden Wissensbeständen und Diskursen hervorgebracht und den Planeten und seine Flusssysteme nachhaltig verändert. Der Workshop geht der komplexen Globalgeschichte von Talsperren und Wasserkraftwerken nach und diskutieren diese Infrastruktur in ihrer interdisziplinären Vielfalt. Ohne Perspektiven aus Geographie, Anthropologie, Politologie, Regionalstudien, Literatur- und Kunstwissenschaft ist die gesellschaftliche, politische, ökonomische und kulturelle Bedeutung von Talsperren historisch nicht adäquat zu beschreiben.

Der Workshop diskutiert in einem interdisziplinären Setting Aufsätze, die dem Bau von Talsperren in Europa, Asien, Afrika und den Amerikas unter Berücksichtigung von globalen Verflechtungen auf den Grund gehen. Allen Beiträgen liegt die These zugrunde, dass Dämme ein neues Verständnis von klassischen Narrativen wie internationale Zusammenarbeit, Globalisierung, Erfolg westlicher Technologie und Uniformität von Infrastrukturen ermöglichen und erfordern. Dämme ermöglichten es neuen Akteuren, vor allem aus dem globalen Süden, Handlungsmacht zu erlangen und globale Machtverhältnisse herauszufordern.

Organisatorische Fragen beantwortet Marina Hoffmann im Tagungsbüro. Bei inhaltlichen Fragen wenden Sie sich bitte direkt an die Veranstaltungsleitung.


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