ZiF-Arbeitsgemeinschaft
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Ethik des Erinnerns

Termin: 6. - 8. April 2022
Leitung: Jan Christoph Bublitz (Hamburg, GER), Simone Kühn (Berlin, GER), Dimitris Repantis (Berlin, GER), Martin Dresler (Nijmwegen, NDL)

Der Workshop möchte Fragen der Ethik der Erinnerung und mit diesen zusammenhängende epistemische Aspekte untersuchen. Im Vordergrund stehen individuelle Erinnerungen, v.a. episodische und autobiographische. Während ethische Fragen des kollektiven Erinnerns nicht nur hierzulande umfangreich diskutiert wurden und werden, stehen systematische Erörterungen zur Ethik der individuellen Erinnerungen bislang auch auf internationaler Ebene weitgehend aus. Hierzu möchte der Workshop einen Beitrag leisten, in dem er erstmalig Forschende verschiedener Disziplinen aus dem deutschsprachigen Raum zusammenbringt und aufeinander bezogene Themenstellungen konturiert. Neben Fragen, wer eigentlich was auf welche Weise erinnern soll, muss oder darf, möchte der Workshop auch ethische Fragen des Vergessens so wie falscher Erinnerungen thematisieren. Letztere spielen v.a. in angewandten Bereichen wie der Psychotherapie und dem Recht eine nicht unerhebliche Bedeutung, doch weder ihre Prävalenz, noch die Ethik ihrer absichtlichen wie unabsichtlichen Erzeugung sind hinreichend geklärt. Schließlich sollen auch Formen der Erinnerung wie die Auslagerung in Exogramme oder die transgenerationale (epigenetische) Weitergabe von „Erinnerungen“ erörtert werden.

Tagungsprogramm
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Organisatorische Fragen beantwortet Trixi Valentin im Tagungsbüro. Bei inhaltlichen Fragen wenden Sie sich bitte direkt an die Veranstaltungsleitung.


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